Wenn im Fußball eine Mannschaft gewinnen möchte, wissen wir genau, dass zu einem Sieg das perfekte Zusammenspiel der Spieler gehört. Damit die Spieler auf dem Feld abgestimmt, koordiniert und fokussiert agieren, ohne dabei ihre nötige Flexibilität zu verlieren, erfordert dies ein kontinuierliches, sehr bewusstes Training sowie Vertrauen und eine konstruktive Kommunikation untereinander.

In unserer Arbeit stellen wir häufig fest, dass das, was im Sport so selbstverständlich erscheint, für Teams in Unternehmen nicht immer zu gelten scheint. Vielfach wird einfach davon ausgegangen, dass Teamentwicklung ganz nebenbei passiert. Unsere Erfahrung jedoch zeigt, dass erfolgreiche Arbeit im Team nichts Selbstverständliches ist.

Wir sehen Teamarbeit als einen Prozess, der auf vielschichtigen Entwicklungen beruht. Teams entwickeln sich zu spezifischen Einheiten mit einer charakteristischen Atmosphäre und einer individuellen Teamidentität. Sie durchlaufen unterschiedliche Phasen, bis sie zu einem erfolgreichen, leistungsstarken Team werden. Die Individualität der Teammitglieder wird damit nicht aufgehoben. Im Gegenteil, erfolgreiche Teams zeichnen sich dadurch aus, dass die Unterschiedlichkeit und Einzigartigkeit der Menschen nicht negiert, sondern ihr Ergänzungs- und Anregungspotenzial genutzt wird: Teams sind Einheit in der Vielfalt (Gaitanides, 1995).

Unter dem Druck gestiegener und komplexerer Anforderungen an die Unternehmen, ist Teamarbeit gerade jetzt wieder sehr gefragt. Viele Aufgaben sind von einzelnen Personen allein nicht mehr zu lösen. Statt einem abgestimmten Nebeneinander, braucht es ein koordiniertes Miteinander. Deshalb geht es darum, Bedingungen zu schaffen, unter denen die Gruppenleistung höher als die Summe der Einzelleistungen aller Gruppenmitglieder ist. Nur dann können wir von einem echten Gruppenvorteil sprechen.

Teamentwicklung mit changeinsights heißt, das vorhandene Potenzial zu mobilisieren und in ein ziel- und lösungsorientiertes Kräftefeld zu verwandeln. Dafür arbeiten wird auf drei Ebenen:

1. sachlich-kreative Ebene
2. integrativ-koordinatorische Ebene
3. gruppendynamische Ebene

Auf der sachlich-kreativen Ebene geht es um eine Festlegung der konkreten Aufgaben, Arbeitsabläufe und Ziele sowie dem Abgleich mit den jeweiligen Handlungsspielräumen. Auf dieser Ebene werden die Ergebnisse des Teams sichtbar. Wir bezeichnen diese Ebene als sachlich-kreativ, da die Erreichung der Teamziele nicht nur durch eine routinemäßige Bearbeitung der Sachaufgaben, sondern auch durch kreative Lösungen erfolgt.

Auf der „integrativ-koordinatorischen“ Ebene verfolgen wir in Zusammenarbeit mit Ihnen zwei Perspektiven. Einerseits die innere Koordination der Gruppe selbst sowie andererseits die Integration von Gruppe und Umfeld.

Die dritte Ebene, also die gruppendynamische Ebene, ist tendenziell verborgen. Es geht um Fragen, die an das Selbstbild und das Selbstwertgefühl der Gruppenmitglieder rühren und sich unter anderem darin zeigt, wie sich die Zusammenarbeit im Team gestaltet. Es geht um Ziele, wie den Aufbau von Vertrauen und eines Klimas der Wertschätzung und Offenheit, aber auch Selbstschutz und Respekt vor der Intimsphäre der anderen gehören dazu.